Besuch beim Tech Incubator ZOLLHOF


Von der Schulbank ins Startup

Im Zentrum des Besuchs stand ein neues Förderprogramm, das sich unter anderem an junge Menschen direkt nach der Schule richtet. Die Grundidee ist einfach. Wer sich für einen Platz bewirbt, bekommt bis zu 1000 € monatlich für drei Monate. In dieser Zeit wird man dabei unterstützt, erste Schritte Richtung eigenes Startup zu gehen und dessen Erfolgschancen am Markt zu evaluieren. Das Besondere daran ist, dass man dafür noch nicht einmal eine fertige Geschäftsidee braucht. Es reicht, Lust auf Unternehmertum mitzubringen. Damit will der ZOLLHOF erreichen, dass Gründen als gleichwertige Option neben Ausbildung und Studium etabliert wird. Statt „Was studierst du?“ könnte die Frage nach der Schule also bald ebenso lauten: „Was gründest du?“

Eine Delegation der Klasse 10c wurde gemeinsam mit Frau Kreß eingeladen, um dem ZOLLHOF mit ihrer Sicht auf das Programm zu helfen. Uns wurden dabei konkrete Fragen gestellt. Zum Beispiel wollte man wissen, ob wir uns selbst vorstellen könnten, bei so einem Programm mitzumachen, oder wie man das Programm aus unserer Sicht am besten an Schülerinnen und Schüler herantragen könnte, damit es wirklich ankommt. Wir haben ehrlich geantwortet und dabei auch Fragen aufgeworfen, etwa was die Perspektiven nach den drei Monaten sind, und somit wertvolle Impulse geliefert. Idealerweise folgt das nächste Programm innerhalb des ZOLLHOF-Ökosystems oder eben ein Studium bzw. eine Ausbildung.

Für uns Schülerinnen und Schüler öffnet ein solches Programm eine Tür, die es früher so nicht gab. Man kann direkt nach dem Abschluss etwas Eigenes ausprobieren, ohne sich zuvor für einen Ausbildungs- oder Studienweg entscheiden zu müssen.

Am Ende hat der Besuch eines deutlich gemacht. Der ZOLLHOF nimmt uns nicht nur als Publikum wahr, sondern als jemanden, der etwas zu sagen hat. Genau das macht das Programm, und auch den Besuch, so bemerkenswert. Ein besonderer Dank gilt Laura Müller (Innovation Projects & Talent Program), die uns zu diesem Besuch eingeladen hat und uns die Möglichkeit gegeben hat, unsere Perspektive einzubringen.

  • Niklas Gärtner, 10c, Kerstin Kreß