Tierheimbesuch
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Die UNESCO-Gruppe des HSG besuchte ein Tierheim. Der folgende Bericht wurde von einem teilnehmenden Schüler verfasst.

Tierheimbesuch

Am Montag, den 28.11.05, waren einige Schüler des Hans-Sachs-Gymnasiums mit Frau Kämmerzähl im Nürnberger Tierheim.

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Als erstes haben wir in einer Halle, in der es auch Leguane gibt, auf Frau Kasche gewartet; sie war unsere Führerin. Als sie kam, unterhielten wir uns erst einmal über die Fragen: Was bedeutet Tierheim und wieso gibt es überhaupt ein Tierheim? Sie erklärte uns, dass es ein Tierheim gibt, weil einige Leute sich unüberlegt ein Haustier zulegen, und es ins Tierheim „abschieben“, wenn es zur Last wird. Das ist natürlich nicht in Ordnung. Wer sich ein Tier zulegt, sollte immer erst gut überlegen, dass er ja schließlich Verantwortung dafür übernimmt. Außerdem meinte Frau Kasche, man sollte Tiere immer aus dem Tierheim holen, nicht aus der Zoohandlung. 

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Für (fast) jede Art gibt es im Tierheim einen eigenen Bereich, z.B. Hunde, Katzen, Kleintiere, Außengehege für Ziegen und Schafe, einen Quarantänebereich und eine Krankenstation. Jeder Hund hat eine Innenbox (halb beheizt) und eine Außenbox (Klo). Katzen werden teilweise einzeln oder in Gruppen gehalten. Viele Katzen erkranken im Tierheim, weil sie sich nicht an das Umfeld gewöhnen. Dadurch wird ihr Immunsystem geschädigt. Dann begann die Führung mit Frau Kasche. Sie sagte, dass wir leider nicht in die Quarantäne und in die Krankenstation dürfen, weil die kranken Tiere Ruhe brauchen, und dass alle Tiere zuerst in die Aufnahmestation kommen. Anschließend sind wir zu Trakt 5 gelaufen. Dort gibt es viele Hunde in ihren Zwingern, die – wie schon gesagt – halb beheizt sind. In Trakt 6 sind junge und kleine Hunde. Dann ging es weiter zum Kleintierhaus. Auf dem Weg dorthin sahen wir in den Freigehegen Ziegen und Schafe. Im Kleintierhaus leben Vögel, Kaninchen, Ratten, Chinchillas und andere Kleintiere. Nur Fische haben wir keine gesehen. Außerdem gibt es dort einen witzigen Affen namens Susi. Anschließend waren wir bei den Katzen. Diese haben große Gehege, viel Spielzeug und Kratzbäume. Für Katzen, die sich untereinander streiten, und für Pärchen gibt es auch kleine Gehege.

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Fragen und Antworten

Nach dem Rundgang stellten wir Frau Kasche noch einige Fragen:

Wie viele Tiere gibt es im Tierheim?

Es gibt hier ca. 600 Tiere.

Welche gibt es am meisten?

Das ist unterschiedlich.

Werden Tiere auch eingeschläfert?

Nur bei schwer erkrankten Tieren, vorher wird natürlich versucht, sie zu heilen.

Wie viele Tiere werden vermittelt?

Fast so viele wie eingeliefert werden, das hält sich die Waage.

Bringen Sie auch Geschichten in Medien?

Ja, auch dramatische, um Menschen auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen.

Was passiert mit flugunfähigen Vögeln?

Manche werden „Fußgänger“, andere müssen eingeschläfert werden.

Ab wann werden Babys vermittelt?

Ungefähr ab der achten Woche.

Kostet es etwas, Tiere mitzunehmen?

Ja, wir müssen sehr viele Kosten tragen, also verlangen wir auch ein kleines Entgelt.

Können aggressive Tiere immer vermittelt werden?

Nein, aggressive Tiere können teils leider nicht vermittelt werden.

Werden Vögel teilweise auch wieder ausgewildert?

Ja, einige schon, z.B. Tauben.

Wie oft werden die Tiere gefüttert?

Das kommt darauf an, Hunde einmal, Katzen zweimal und untergewichtige Tiere bis zu fünf- oder sechsmal.

Wie wird das Tierheim finanziert?

Alles hier wird durch Mitgliedschaften, Spenden und Erbschaften finanziert.

Meine Meinung

Ich fand den Tierheimbesuch insgesamt sehr schön. Die Tiere wurden teilweise sogar besser gehalten als ich dachte. Nur ein Kaninchengehege fand ich zu klein. Viele Tiere hatten auch Außengehege, z.B. die Hunde und Ziegen. Die Hunde haben die ganze Zeit gebellt und ein kleiner Hund ist immer hochgesprungen. Der Affe Susi war auch sehr süß. Was mich sehr gewundert hat: Frau Kasche sagte, dass man Tiere immer im Tierheim kaufen soll, nie in der Zoohandlung. Zoohandlungen sollte es hier überhaupt nicht geben! Es stimmt schon, dass Tiere in Tierhandlungen manchmal schlecht gehalten werden, und es dort Exoten gibt, die z.B. unser Klima gar nicht vertragen. Aber ohne Tierhandlung gäbe es doch gar keine Haustiere und wahrscheinlich auch kein Tierheim, oder? 

Autor: Jaakko Kneissl, 6d

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