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Im Rahmen der Intensivierungsstunden durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler des Hans-Sachs-Gymnasiums einen Kursus, in welchem sowohl Sozial- als auch Methodenkompetenzen vermittelt werden. Auf die betreffenden Lerneinheiten wir jeweils eine Wochenstunde während des 1. Schulhalbjahres verwandt.
Kursus „Methodenkompetenz“Ziel dieser Unterrichtsstunden ist es, die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende der Mittelstufe in die Lage zu versetzen, eigenständig an Projekten zu arbeiten, zu ihren Ergebnissen Präsentationen bzw. Referate zu erstellen und diese gekonnt einem Publikum zu vermitteln. Auf die Fähigkeiten der jeweiligen Jahrgangsstufen bezogen wir dabei zu folgenden Bereichen gearbeitet: Informationsbeschaffung und –auswertung:Jahrgangsstufe 5: Alphabetisches Ordnen; Erstes Kennenlernen der Schulbibliothek Jahrgangsstufe 6: Schulbibliothek genauer erkunden und nutzen; Informationen ordnen und gewichten; Mitschreiben – einfache Techniken Jahrgangsstufe 7: Bibliotheksarbeit wiederholen und vertiefen; Neue Medien/Internet; Zuhören und Mitschreiben – Vertiefung Präsentationskompetenzen:Jahrgangsstufe 5: Stimme – Lautstärke bewusst einsetzen; sinnvolle Gestaltung von Hefteinträgen Jahrgangsstufe 6: Artikulation / Lesetraining; Gestik und Mimik im Vortrag; Optische Präsentation von Fakten – Tabellen, Diagramme usw. Jahrgangsstufe 7: Adressatenbezug beim Vortrag; Visualisierung von Arbeitsergebnissen – Wandzeitung, Portfolio usw.; Regeln zur visuellen Unterstützung eines mündlichen Vortrags) Gedächtnis- und Konzentrationstraining:Jahrgangsstufe 5: Konzentrations- und Entspannungsübungen Jahrgangsstufe 6: Konzentrations- und Entspannungsübungen kombiniert mit Lesekompetenztraining Jahrgangsstufe 7: Konzentriertes Betrachten von Bildern; Konzentriertes Zuhören; Konzentriertes Lesen; Strategisches Lesen Zusätzlich erhalten die neuen 5. Klassen zu Beginn des Methoden- und Sozialkompetenztrainings einen Einführungskursus, den unsere Schulpsychologin Frau Tanja Zink ausgearbeitet hat:„Lernen lernen“ Jahrgangsstufe 5: Ranzen packen; Arbeitsplatz gestalten; Hausaufgaben; Nachmittagsgestaltung; Bestimmung des eigenen Lerntyps; Vorbereitung auf Tests und Schulaufgaben; Verhalten in Prüfungssituationen
Kursus „Sozialkompetenz“Ziel dieser Unterrichtsstunden ist es, die Kinder und jungen Menschen zum Zusammenleben und zur Zusammenarbeit zu befähigen. Besonderen Wert legen wir dabei darauf, die natürliche, bereits vorhandene Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler zu erweitern und sie vor allem zur Bewältigung von Konflikt-situationen zu befähigen. Dem Entwicklungsstand entsprechend beziehen sich die Unterrichteinheiten der Jahrgangsstufen 5 und 6 auf das Zusammenleben im Klassenverband. Die Jahrgangsstufe 7 setzt sich bereits mit einem weiter gefassten Lebensumfeld auseinander. Persönlichkeitsentwicklung und Eigenkompetenz:Jahrgangsstufe 5: Eigenwahrnehmung / Mein Bild von mir Jahrgangsstufe 6: Zeitmanagement; Anti-Stress-Training; Rollenverhalten in der Gruppe Jahrgangsstufe 7: Analyse von Gruppendynamik; Ausprobieren neuer Rollen im Rollenspiel Konfliktbewältigung:Jahrgangsstufe 5: Einführung in Streitschlichtung; Kennenlernen der Streitschlichter der Schule Dr. Eva Neukirch
Moderne Unterrichtsformen sezten eine passende Lernumgebung voraus. Eine solche steht am HSG insbesondere in den beiden im Laufe des letzten Jahres eingerichteten flexiblen Klassenzimmern bereit. Wie es dazu kam, lesen Sie hier: Eltern machen Schule - „Unser Klassenzimmer soll schöner werden“„Wenn wir sicherstellen könnten, dass unsere Bemühungen auch wirklich unseren Kindern zu Gute kommen, würden wir uns auf jeden Fall stärker in der Schule engagieren.“ Dieser Satz eines Vaters war der Startschuss für das gemeinsame Projekt „Unser Klassenzimmer soll schöner werden“, das die Eltern der 5d mit dem Klassleitungsteam verwirklichen konnten. Auf einem ersten Elternstammtisch war man sich schnell darüber einig, dass die Klassenzimmerausstattung am Hans-Sachs-Gymnasium zwar zufrieden stellend ist und den Vergleich mit anderen Schulen durchaus nicht zu scheuen braucht, aber eben den Anforderungen an einen zeitgemäßen, schülerorientierten Unterricht im Informationszeitalter nicht gerecht werden kann. In Gesprächen mit der Schulleitung wurde eine Idee geboren und konkretisiert: die Patenschaft für ein Klassenzimmer auf Zeit. Diese Idee ist simpel, aber bestechend: Als Gegenleistung für ihr Engagement erhalten die Eltern die Zusage, dass eine Klasse für mehrere Jahre in ein und demselben Zimmer bleibt. Es rentiert sich also, gemeinsam anzupacken, insbesondere in Zeiten, in denen das dringend benötigte Geld für die Ausstattung von Klassenzimmer knapp ist. Als nächster Schritt wurden auf einem weiteren Elternstammtisch die Wünsche von Eltern und Lehrern miteinander abgeglichen und konkrete Schritte vereinbart. Die erste Anschaffung, die getätigt werden sollte, war ein Beamer, weitere Schritte behielt man sich zunächst vor. Umso überraschter waren alle, als binnen kurzer Zeit, die stattliche Summe von 1500 € gespendet wurde. Und plötzlich begann ein Prozess, den wir uns zwar gewünscht hatten, mit dem wir aber in dieser Form nicht rechnen konnten. Ein Stein fügte sich an den anderen und plötzlich ging alles ganz schnell. Ein Vater spendete uns einen Laptop, die Schulleitung zeigte sich von unserem Projekt begeistert und stellte das Geld für eine Leinwand zur Verfügung, und die Stadt legte noch einen drauf und sorgte für das Geld, um Beamer und Lautsprecher zu installieren. Das Hochbauamt zeigte sich ebenfalls sehr kooperationsbereit und stellte die Farben für einen Neuanstrich zu Verfügung, weil wir auf eine Ressource zurückgreifen konnten, die unsere Meinung nach immer noch brach liegt: die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Eltern und deren Bereitschaft, sich für ihre Kinder zu engagieren. So bot sich ein pensionierter Malermeister an, gemeinsam mit seiner Tochter kostenlos das Klassenzimmer seiner Enkelin zu streichen. Eine Mutter hat sich bereit erklärt, Vorhänge zu nähen. Andere Eltern haben Blumen gespendet… Dieses Engagement wurde gekrönt durch die Tatsache, dass sich die Firma „Nordisk Skoletavle Fabrik A/S“ unter der Leitung von Karin Doberer in Zusammenarbeit mit der Stadt bereit erklärte, das Hans-Sachs-Gymnasium als eine von zwölf beteiligten Schulen mit einem so genannten „flexiblen Klassenzimmer“ auszustatten. "Das flexible Klassenzimmer" ist ein modular aufgebautes Raumkonzept für zeitgemäßen Unterricht, gleichermaßen geeignet für alle Altersstufen und Schularten, von der Grundschule bis zur Universität. Die Grundlage bildet die Klemmschiene, die in verschiedenen Höhen an allen Wänden fest montiert wird. Sie verfügt über eine verdeckte Klemmleiste, in die mühelos Papier ein- und ausgehängt werden kann. In die Klemmschiene werden die Flextafeln eingehängt. Diese sind beidseitig nutzbar und wahlweise mit jeweils magnetischer Kreidetafel-, Pinnwand- oder Weißwandoberfläche versehen. Die Tafeln sind kinderleicht in der Schiene verschiebbar. Auch Flipchart und Projektionstafel werden in der Schiene aufgehängt und verschoben Dadurch, dass die Tafeln nun beliebig im Raum verteilt werden können, ist es möglich, den Unterricht um gruppen- und teamorientierte Methoden zu bereichern. Die Nutzung aller Raumseiten schafft Freiräume zur Entfaltung. Der Lehrer bzw. die Lehrerin kann Materialien und Aufgabenstellung unterschiedlichster Art gleichzeitig anbieten. Nach individuellen Stärken zusammengesetzt, erleben Schüler in der Gruppe Bestätigung, Anregung und Herausforderung. Es entsteht eine Lehr- und Lernkultur, die Schwächen von Schülern ab- und Stärken aufbaut. Als Ergebnis stehen sicherlich nicht nur die Erhöhung des Leistungsniveaus, sondern mehr Freude am Lehren und Lernen und eine Förderung der sozialen Kompetenz. Nebenbei werden durch die Gruppenarbeit Fähigkeiten und Techniken erworben - z.B. durch die Präsentation von Ergebnissen vor der gesamten Klasse -, die als Schlüsselqualifikationen für die Zukunft angesehen werden können. Unser neues Klassenzimmer ist ein Raum geworden, in dem sich sowohl die Schüler und Schülerinnen als auch Lehrer und Lehrerinnen wohl fühlen können. Es ist uns gelungen, dass Schüler Mitverantwortung tragen, weil es eben „unser“ Projekt ist. Die Schüler haben auch konkret vor Augen, dass sich ehrenamtliches Engagement auszahlt, und wir sind schon gespannt, welche zukünftigen Früchte die Zusammenarbeit mit den Eltern noch hervorbringt. Oliver Meyer
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