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Erinnerung an die Weiße Rose – eine Zeitzeugin berichtetFrau Knoop-Graf, die Schwester von Willi Graf, einem Mitglied der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" gegen das NS-Regime, war am 30.4.07 ans Hans-Sachs-Gymnasium gekommen und sprach am Morgen mit der 9. Jahrgangsstufe und dem Leistunskurs G/Sk, am Abend stand sie allen Interessierten zur Verfügung. Was bringt einen Menschen noch im hohen Alter von über 80 Jahren dazu, die Strapazen des ständigen Umherreisens auf sich zu nehmen und besonders jungen Menschen, aber auch allen anderen Interessierten von der Weißen Rose und Willi Graf zu erzählen? – Frau Knoop-Graf trägt das Vermächtnis ihres älteren Bruders weiter, der sie in der Todeszelle aufgefordert hatte, sein „Andenken und Wollen aufrechtzuerhalten“. Und so konnten wir nicht nur von den Flugblättern der Weißen Rose und ihrem schrecklichen Ende hören, sondern erfuhren auch, wie diese jungen Leute zu Widerständlern geworden waren – nicht nur die Einsicht, dass man etwas gegen das menschenverachtende System unternehmen muss, prägte diese Menschen, sondern auch eine tiefe Bindung an Werte vermittelt über die Religion. Bei ihrem Bruder war die Entscheidung gegen das NS-Regime bereits während der Schulzeit gefällt worden, als er sich als einer von insgesamt 12 Schülern seines Gymnasiums nicht bereit erklärte, der HJ beizutreten. Diesen Weg, nach der eigenen Überzeugung standhaft zu handeln, ist er bis zu seinem Tod weitergegangen. Margit Wittkowski Zeitungsartikel zu diesem Besuch finden Sie in unserem Presseecho.
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