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Unser SOS-Kinderdorf in Bukavu (Demokratische Republik Kongo)
Nachdem unsere Schule bereits seit mehreren Jahren eine Partnerschaft mit dem SOS-Kinderdorf Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo pflegt hat sich die Klasse 8c gegen Ende des Schuljahres 2008/2009 überlegt eine Spendenaktion für jenes Kinderdorf durchzuführen.
Nach kurzer Diskussion in der Klasse und Rücksprache mit dem Marktleiter, der von dem Projekt sofort begeistert war, stand fest, dass die Klasse die Aktion „Sie kaufen ein, wir packen ein“ im E-Center in der Rollnerstraße 176 durchführen möchte. Am Freitag, den 17.Juli 2009, standen zwischen 10 und 18 Uhr somit an jeder Kasse zwei der insgesamt 30 Schüler(innen), die die Waren der Kunden mit Charme, Freude und Engagement in von Edeka gestellte Tüten eingepackt haben und für diese Dienstleistung Spenden entgegengenommen haben.
Die Resonanz bei den Kunden war überwältigend und so stand kurz nach 18 Uhr das Endergebnis der Sammelaktion fest. Die Klasse 8c des Hans-Sachs-Gymnasiums, der Supermarkt sowie die Organisatoren Herr Leiber und Frau Dikhoff freuen sich, dass insgesamt der phänomenale Betrag in Höhe von 1666,18 Euro gespendet wurde, der im SOS-Kinderdorf Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo mit Sicherheit für dringend notwendige Anschaffungen verwendet wird.
Insgesamt war es für alle Beteiligten ein sehr schöner Tag und ein gelungenes Projekt, das zwar viel Arbeit machte, sich aber auf jeden Fall gelohnt hat. Abschließend ein herzliches Dankeschön an all die großzügigen Spender! Erstfinanzierung durch das Spendenprojekt „Helping Hands“ der Klasse 8c (Schuljahr 2004)
Gegen Ende des Schuljahrs 2003/2004 fragte unsere Geographie-Lehrerin uns, ob wir nicht Lust auf eine ähnliche Spendenaktion hätten wie die Schuhputzaktion, die sie im Jahr zuvor mit einer anderen Klasse gemacht hatte. Wir waren natürlich sofort dabei. Da wir allerdings keine Lust hatten auf dieses mit-Sammelbüchsen-in-der-Hand-die-Leute-anbetteln, was jeder macht, haben wir uns mal was ganz anderes überlegt: Das Projekt „Helping Hands“. Die Idee war, dass wir Leuten unsere Hilfe anbieten, bei allem, was es so zu tun gibt, z.B. Gartenarbeit, mit dem Hund Gassi gehen oder Einkaufen und sie können dann spenden so viel sie wollen , praktisch als unsere Bezahlung. Diese Spenden sollten dann für eine Patenschaft in einem SOS-Kinderdorf in Indien genutzt werden. Wir entwarfen also Flyer, mit einer kurzen Zusammenfassung, wer wir sind und was wir machen und verteilten diese ungefähr 1000mal, jeder in seiner Nachbarschaft. Wir wendeten uns auch an Altersheime, denen wir anboten, den alten Leuten vorzulesen, mit ihnen spazieren zugehen o.ä. Nachdem das geschafft war, hieß es 2 Wochen lang, jeden Tag für 2-3 Schüler am Telefon sitzen und „Buchungen“ entgegennehmen. Am Ende hatten wir gerade so viele Aufträge, dass wir ungefähr in 5er Gruppen den ganzen Tag gut beschäftigt waren. Am 26.Juli 2004 war es dann so weit. Zwar hatten wir einen Tag keine Schule, doch trotzdem erwartete uns ein ganzes Stück Arbeit. Einige hatten das Glück und hatten den ganzen Tag nichts zu tun als mit alten Leuten Mensch-ärgere-dich-nicht zu spielen, doch auch riesige Löcher für Gartenteiche mussten gebuddelt werden und auch Unkraut jäten blieb uns nicht erspart, außerdem haben wir Gartenmöbel gestrichen, waren einkaufen oder mit Hunden spazieren. Obwohl es teilweise ganz schön anstrengend war, macht man es trotzdem gerne, wenn man weiß, dass man damit einmal den Leuten hier hilft, indem man ihnen die Arbeit abnimmt und außerdem mit den Spenden, den Waisenkindern in Indien. Insgesamt war es für uns alle ein sehr schöner Tag und ein sehr gelungenes Projekt, das zwar viel Arbeit machte, sich aber auf jeden Fall gelohnt hat: Die Leute waren sehr großzügig und wir hatten am Ende des Tages die stolze Summe von ca.700 Euro zusammen! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Spender!
Das Gespräch mit den Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland ergab, dass die SOS-Kinderdörfer in Indien als besonders gut versorgt gelten und die Not in anderen Ländern weitaus größer sei. Das Hans-Sachs-Gymnasium übernahm die Patenschaft für das SOS-Kinderdorf BUKAVU in der Demokratischen Republik Kongo. Obwohl das Land über die größten Naturreichtümer Afrikas verfügt, gehört es aufgrund des jahrelangen Bürgerkrieges heute zu den ärmsten Ländern der Welt.
Das SOS-Kinderdorf Bukavu liegt auf einem Hügel oberhalb der Stadt Bukavu am Kivu-See. Es umfasst 12 Familienhäuser, einen SOS-Kindergarten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, die auch für die Kinder aus der Umbebung offen ist und die mittlerweile schon von 500 Kinder besucht wird, jeweils ein SOS-Jugendhaus für Mädchen und Jungen sowie eine SOS-Nothilfekrankenstation und diverse Verwaltungsgebäude. Im SOS-Kinderdorf Bukavu haben etwa hundert Kinder ein neues Zuhause gefunden.
Die Patenschaft für dieses SOS-Kinderdorf ist dauerhaft angelegt und soll in den nächsten Jahren durch weitere Spendenaktionen finanziert werden.
Dankenswerterweise unterstützt die Geschäftsstelle der Hypovereinsbank am Friedrich-Ebert-Platz unsere Patenschaft mit einem kostenlosen Spendenkonto.
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