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Ein Bericht über den bilingualen Erdkundeunterricht am HSG

 

„Wir reden ohne groß zu überlegen.“


Bilingualer Unterricht? Es wissen immer noch nicht alle Nürnberger, dass es mehrere bilinguale Klassen an unserer Schule gibt. Na toll, und was ist jetzt bilingualer Unterricht??? Bilingual bedeutet zweisprachig, in unserem Fall wie gewohnt Deutsch und Englisch. Nach drei Jahren bilingualen Geschichtsunterrichts stiegen wir nun, zu Beginn der 9.Klasse, auf bilingualen Erdkundeunterricht um.

 

 

Wir erlebten Erdkunde mal ganz anders: Denn obwohl wir gefordert wurden, herrschte eine entspannte Atmosphäre. Vor allem die neuen Medien wie Internet wurden viel genutzt. Der Multimediaraum war von uns nahezu dauerbesetzt. So verbrachten wir die meisten Stunden mit der Erstellung von Powerpoint-Präsentationen (haben wir auch erstmal lernen müssen…), im Internet Infos zu recherchieren (Gruppenpuzzles zum Thema "Natural Hazards in the USA", California, History of Microsoft and Apple Computers...) und uns auf aktuelle Internetseiten entführen zu lassen. Außerdem sahen und analysierten wir in englischsprachige Beiträge des amerikanischen Internetjugendfernsehsenders „Channel One“ etwa zum Thema „The Collapse of the Soviet Union and the Problem of Weapons of Mass Destruction“ oder "Drug Traffic in the US".

 

Durch eine wöchentliche Erdkundestunde mehr, hatten wir auch Zeit um über aktuelle Geschehnisse zu diskutieren und diese zu bearbeiten. So stammt die Powerpointpräsentation über Swasiland, die lange am Schulbeamer lief, von uns, der Klasse 9d. Nach der Flutkatastrophe in Asien, wurden auch Tsunamis und mögliche Frühwarnsysteme diskutiert. In einem Rollenspiel bekam einer von uns beispielsweise die Aufgabe, das spanischen Parlament von einem Frühwarnsystem zu überzeugen.

 

Den Wünschen der Manager sind wir auch nachgekommen: Wusstet ihr, dass man in Japan nicht beim Essen die Stäbchen in den Reis stecken darf, weil man das nur bei Beerdigungen macht? Nein?! Denn, dass deutsche Schüler zu wenig über Sitten und Bräuche in anderen Ländern mitbekommen, wird oft bemängelt. Im normalen, also 1-stündigen Erdkundeunterricht wäre dafür keine Zeit gewesen. So erfuhren wir auch, dass man in Japan Namen lieber nicht mit rot schreiben sollte, denn dies könnte den Tod der jeweiligen Person zur Folge haben. Das neu erworbene Wissen wurde dann in Form von Kurzreferaten den Mitschülern vorgestellt, was natürlich viel interessanter ist, als die ewige Leier von einer einzelnen Person (sprich: Lehrer).

 

Nach 5 Jahren bilingualen Unterrichts haben wir nun das Gefühl, flüssiger und spontaner Englisch zu sprechen als viele unserer Mitschüler. Dies erkannte selbst unsere kritische Englischlehrerin. Hätte das Kultusministerium nur gewusst, dass man durch nur 2 Stunden Erdkunde mehr und einen motivierten und aufgeschlossenen Lehrer unser Allgemeinwissen und unseren Horizont derart erweitern kann!

 

Ein Erfahrungsbericht aus Sicht von Schülerinnen einer bilingualen 9. Klasse

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