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Zum ersten Mal in diesem Schuljahr besuchen sich Schüler des Deutsch-Französischen Gymnasiums in Buc, einer Gemeinde in der Nähe von Versailles, und dem HSG. Der Austausch basiert auf privater Basis und dauert je nach Vereinbarung ein oder zwei Wochen. Die Schüler nehmen während dieser Zeit am Unterricht teil und wohnen in der Familie des Austauschschülers.

 

Ein Bericht von Nils Montag, 10e

 

Mein eineinhalb wöchiger Frankreichaustausch startete am 22. Februar 2017. Um genau 10:00 Uhr fuhr mein Zug von Nürnberg nach Paris. Sechseinhalb Stunden später holte mich meine Gastfamilie ab und wir fuhren in ihr 22km entferntes Heimatdorf.

 

Es begannen ein paar sehr interessante Tage in einer völlig fremden Familie in einem fremden Land, mit fremder Sprache, anderer Kultur und fantastischem Essen.

 

Entgegen meiner Befürchtung, dass ich das Meiste des sehr schnell gesprochenen Französisch nicht verstehen würde, verstand ich die Gespräche überwiegend problemlos und konnte viel mitdiskutieren. Einige wenige unverständliche Begriffe wurden auf Englisch geklärt. Doch dies war eine seltene Ausnahme. Ich gewöhnte mich rasch an das schnelle Leben der Franzosen und vermisse es jetzt sogar manchmal. Das Schulprogramm unserer Grenznachbarn sieht etwas anspruchsvoller aus als das unsrige. Der Tag beginnt mit einer halbstündigen Busfahrt zum großen „Deutsch-Französischen Gymnasium“ (Lycée franco-allemand). Unterrichtsbeginn ist um 8.45 Uhr. Nach mehreren 55 minütigen Schulstunden, unterbrochen von einer einstündigen Pause, endet der Unterricht jeden Tag um 16.25 Uhr. Die Fächer Geographie und Biologie werden zusätzlich zum normalen Deutschunterricht auf Deutsch unterrichtet. Dies ist ähnlich wie der bilinguale Zweig am Hans-Sachs-Gymnasium und sehr anspruchsvoll für die Schüler. Nach der Busfahrt zurück nach Hause ist die Schule jedoch noch nicht zu Ende. Trotz des Nachmittagsunterrichts gibt es noch Hausaufgaben. Das zehrt natürlich an den Nerven und Kräften, weswegen bei meiner Gastfamilie schon um 21 Uhr Schlafenszeit ist.

 

Doch natürlich hat man auch in Frankreich am Wochenende frei. Am Samstag ging es in die Hauptstadt. Die Menge der Sehenswürdigkeiten ist unglaublich. Allein schon das Ablaufen der „Champs Elysee“ vom „Arc de triomphe“ ab dauert, unter Einberechnung des Anschauens einiger Läden sowie des Essens der leckersten Burger von Paris, schon fast zwei Stunden. Die „Champs-Elysée“ mündet in die „Place de la Concorde“. Dort befindet sich die „Grande Roue“, ein Riesenrad, von dem man einen überwältigenden Blick über ganz Paris hat. Auch wenn ich nicht in das Museum „Louvre“ ging, stellt allein schon seine Pyramide echte Kunst dar. Der Höhepunkt des Tages in der Stadt der Liebe war jedoch natürlich der Eiffelturm, der schon von Weitem sichtbar ist. Auf der Rückfahrt hielten wir noch an einer Boulangerie (Bäckerei). Wie das Klischee es erwarten lässt, haben wir Croissants, Macarons und natürlich auch mehrere Baguettes (die mit Abstand die besten waren, die ich je gegessen habe), gekauft.

 

Am Sonntag stand ein Ausflug zum „Château de Versailles“, dem Schloss des Sonnenkönigs Ludwig XIV. an. Die Größe und unglaubliche Schönheit des goldverzierten Gebäudes und der endlosen Gärten mit den Brunnen überwältigten mich. Da glücklicherweise das Wetter mitspielte, konnten wir stundenlang die „Jardins“ besichtigen, schafften es jedoch nicht einmal die Hälfte dieser abzulaufen.

 

Auch neben den oben genannten Backwaren war das Essen wie es von Franzosen eben erwartet wird. Mit dem Unterschied, dass die ganzen Meerestiere und Schnecken, die eher Geschmackssache sind, komplett, zumindest bei der Familie meines Austauschpartners, weggefallen sind. Stattdessen gab es verschiedenste leckere Gerichte, die allen schmecken. Zur Krönung des Ganzen kam die Oma von meinem „Correspondant“ an mehreren Nachmittagen vorbei und bereitete die besten Waffeln und Crêpes zu, die ich je aß.

 

An meinem letzten Abend in Frankreich fuhren wir noch einmal nach Paris, um dort den beleuchteten Eiffelturm zu bestaunen. Pünktlich um 21 Uhr begann die faszinierende Lichtershow. Dies war eine schöne Abrundung meines sehr interessanten Aufenthalts in Paris. Nach der Verabschiedung am Bahnhof und der Zugfahrt kam ich am 4. März 2017 um 17.29 Uhr wieder in Nürnberg an.

 

Ich habe diesen Austausch sehr genossen und freue mich schon, wenn der Gegenbesuch im Juli stattfindet.

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