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15 Schülerinnen und Schüler des Hans-Sachs-Gymnasiums begleiteten das Team des DB Museums über einen Zeitraum von zwei Jahren. Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit ist die Neugestaltung eines Teils der neuen Dauerausstellung „Im Deutschland der zwei Bahnen - Eisenbahngeschichte 1945-1989“, die am 07. Juni 2018 feierlich eröffnet werden soll.

 

Wie interessiert man junge Menschen für einen Besuch im Museum? Die Antwort auf diese Frage lag für die Verantwortlichen des DB Museums auf der Hand: Man muss die jungen Leute selbst am Entstehungsprozess einer Ausstellung beteiligen. Mit dieser Herangehensweise hatte das Museum bereits bei der Konzeption des bei Kindern äußerst beliebten und preisgekrönten KIBALA (Kinder-Bahnland) positive Erfahrungen gemacht.

 


Im März 2016 fiel sodann der Startschuss für die Kooperation zwischen dem DB Museum und dem Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg. Die Schülerinnen und Schüler des Projekt-Seminars „DB Museum“ bildeten einen Schülerbeirat, der wöchentlich mit den Museumspädagogen  zusammenkam, um Objekte auszuwählen, interaktive Stationen zu planen oder Konzepte für geeignete Inszenierungen der Exponate zu entwerfen. Auf der Instagram-Seite des DB Museums informierten die Beiratsmitglieder regelmäßig über ihre Sitzungen. Zwischen den Projekteinheiten belohnte das Museumsteam die Schüler immer wieder mit besonderen Erlebnissen, wie etwa einer Sonderführung durch den hauseigenen Luftschutzbunker oder einem Ausflug zum hiesigen Rangierbahnhof. 


Der großen Gelegenheit, den Raum Schule einmal zu verlassen, um an einem „echten“ Projekt zu arbeiten, sind sich die Schüler durchaus bewusst. „Durch die Mitarbeit im Schülerbeirat habe ich exklusive Eindrücke von der Museumsarbeit gewonnen und die Chance erhalten, etwas Bleibendes kreativ mitzugestalten“, meint Ramon, der mit seinem Freund Markus ein digitales Spiel für die Ausstellung entwickelt hat, mit dem die Besucher das kulinarische Angebot in den Zügen der Bundesbahn und der DDR-Reichsbahn vergleichen können.


Und wie haben die Verantwortlichen des Museums die Arbeit mit den Schülern empfunden? „Auf jeden Fall bereichernd“, findet die Museumspädagogin Jenny Müller, die den Beirat vom ersten Tag an begleitete. „Die Jugendlichen bringen zum Teil ganz andere Sichtweisen und tolle Ideen ein. Man sollte sie eigentlich bei jeder neuen Ausstellung mit ins Boot holen.“
Bleibt zu hoffen, dass ab dem 7. Juni auch ganz viele junge Leute ins DB Museum strömen, um anschauliche Einblicke in das geteilte Deutschland zwischen 1945 und 1990 zu gewinnen.

 

Foto: (c) Uwe Niklas

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