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Am 10.12.2008 jährte sich die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen zum 60.Mal. Aus diesem Anlass fand am HSG ein großer Projekttag mit vielfältigen Aktionen statt. Unter anderem wurde der Menschenrechtsbaum des HSG eingeweiht und es fand ein Vortrag des Zeitzeugen Prof. Dr. Theo van Boven statt. Sie können sich anhand der folgenden Übersicht über die Aktivitäten informieren. Viele davon können auch angeklickt werden und werden dann mit Fotos illustriert. Ein Bericht der NN zu einer der Aktivitäten findet sich in unserem Presseecho. Informieren Sie sich bitte auch allgemein über den Status des HSG als Unesco-Projekt-Schule, die Unesco-Gruppe des HSG und andere Aktionen des HSG zum Thema "Menschenrechte".
Die Klasse 5a nahm gemeinsam mit der Klasse 11a an einer gemeinsamen Aktion der Nürnberger UNESCO-Projekt-Schulen vor der Lorenzkirche teil. Hierzu gestalteten die Schüler morgens Plakate, die auf die Menschenrechte hinwiesen, und schnitten Kärtchen aus, auf denen Auszüge aus der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ zu lesen waren. Vor der Lorenzkirche breiteten sie ihre Plakate aus, die dann teilweise tatsächlich von Passanten buchstäblich „mit Füßen getreten“ wurden. Nur die mit Kerzen eigens geschützten Menschenrechtsplakate blieben unversehrt (wenn auch der einsetzende starke Schneefall die Menschenrechtsarbeit nicht leicht machte). Außerdem wurden Menschenrechte mit Megaphonen verlesen, die ausgeschnittenen Kärtchen wurden verteilt, die UNESCO-Hymne wurde gesungen sowie eine Sprechmotette aufgeführt, die den ersten Artikel der Menschenrechtserklärung zum Inhalt hatte.
UPS-Aktion der 5a und 11a vor der Lorenzkirche Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b informierten sich zunächst über das Problem der Wasserknappheit in vielen Ländern der Welt. Sie lernten, dass viele Kinder täglich mehrere Kilometer laufen müssen, um das tägliche Trinkwasser von weit entfernten Wasserstellen zu holen und es nach Hause zu tragen. Um selbst einmal auszuprobieren, wie es einem dabei geht, lief die Klasse zum E-Center in der Rollnerstraße und holte dort mehrere Eimer Wasser. Dabei informierten die Schülerinnen und Schüler die Kunden über die Menschenrechtsaktion des HSG, die vom Supermarkt unterstützt worden war. Das Wasser verwendeten sie nach der Rückkehr, um den Menschenrechtsbaum im Pausenhof anzugießen.
Kinderarbeit "Tüten kleben" in den 5. und 6.Klassen Fast alle 5. und 6. Klassen beschäftigten sich den ganzen Vormittag über mit dem Thema Kinderarbeit. Sie hörten sich zur Einführung eine CD zum Thema „Kinderarbeit und Fairer Handel“ der UNESCO-Projekt-Schule Grundschule Irsee an und informierten sich im Rahmen einer Gruppenarbeit bzw. anhand von Kurzfilmen über Kinderarbeit und Kinderrechte. Außerdem erfuhren sie Kinderarbeit auch an der eigenen Haut: Sie klebten wie viele andere Kinder auf dieser Welt nach einer Anleitung Papiertüten, wobei sie von Lehrern und von Schülern der 11. Jahrgangsstufe zum ununterbrochenen Arbeiten angehalten wurden. Auch wenn sie nicht so lange arbeiten mussten wie die real unter Kinderarbeit leidenden Kinder und auch wenn die Arbeitsbedingungen viel besser waren, so konnten sie sich doch ein wenig in die Situation der anderen Kinder hineinversetzen. Die Klassen der 6. Jahrgangsstufe erfuhren zusätzlich von Frau Auers, unter welchen Bedingungen Straßenkinder in Südamerika leben müssen.
Die Klasse 6d bereitete die Feierstunde für unseren Menschenrechtsbaum inhaltlich vor und las währenddessen Gedanken zu ausgewählten Menschenrechten vor.
Die Klasse 7a nahm im Caritas-Pirckheimer-Haus am Workshop „Mobilmania“ unter der Leitung von Frau Susanne Jörg teil. Näheres zum Workshop und zur Aktion „Her mit dem Handy“ der „Werkstatt weltweit“ findet sich unter www.handy.jesuitenmission.de.
"Grundrechtsverletzungen" in der 7b Die Klassen 7b, 8c und 10b informierten sich über Städte, in denen der Schutz der Menschenrechte ganz besonders auf der Tagesordnung steht. Im Mittelpunkt stand dann eine Betrachtung des Begriffs „Toleranz“ (10b) sowie der Menschen- und Grundrechte im Hinblick auf ihre Gefährdung bzw. Nicht-Umsetzung in Schule und Gesellschaft. Hiervon ausgehend, gestalteten die drei Klassen Postkarten, die Menschenrechte demonstrieren und die nach dem Projekttag an alle anderen bayerischen UNESCO-Projekt-Schulen versandt wurden, um den Netzwerkgedanken zu stärken und die Menschenrechtsarbeit weiter ausstrahlen zu lassen.
Die Klasse 7c nahm im „Haus der Stadtkirche“ an einem Workshop zum Thema Kinderarbeit teil. Mitarbeiter des „Fensters zur Welt“ führten die Schüler durch die Räumlichkeiten und luden zu einer Diskussion über das Thema ein. Nähere Informationen zum „Fenster zur Welt“ gibt es unter http://www.stadtkirche-nuernberg.de/stadtkirche/fenster_welt.html.
Die Klasse 7d arbeitete unter der Leitung von Frau Monika Protze von „Mission EineWelt“ an einer Bildungskiste zum Thema „Kinderarbeit“. An verschiedenen Stationen lernten sie verschiedene Facetten des Themas kennen und rundeten ihren Erkenntnisgewinn in einer Abschlussdiskussion ab. Nähere Informationen zu „Mission EineWelt“ und zu deren Bildungsangeboten gibt es unter http://www.mission-eine-welt.de/.
Die Klasse 7e hat als Vorbereitung in Arbeitsgruppen Informationen über Kinder in anderen Ländern und Kinderrechte gesammelt. Am Projekttag wurden dann Plakate und Kurzvorträge entwickelt. Die Klasse hat zudem die UNICEF-Ausstellung in der Aula aufgestellt und durch ihre eigenen Plakate ergänzt. Die Arbeitsgruppen liefen dann durch die 5. und 6. Klassen und informierten die Klassen zu ihren Themen. Dies kam sehr gut an und sollte auch am Beispiel von Lebensberichten von Kindern aus anderen Ländern emotional berühren.
Die Klasse 8a wurde zunächst von Frau Baier (Fachschaft Kunst) dazu angeleitet, die Menschenrechte körpersprachlich auszudrücken. Im Anschluss daran begaben sich die Schülerinnen und Schüler zum „Haus der Stadtkirche“, wo sie im „Fenster zur Welt“ eine Führung durch den Weltladen mit dem Themenschwerpunkt „Fairer Handel“ erhielten. Davon ausgehend, absolvierten sie einige Lernstationen in und um den Weltladen. Nähere Informationen zum „Fenster zur Welt“ gibt es unter http://www.stadtkirche-nuernberg.de/stadtkirche/fenster_welt.html.
Die Klasse 8b begab sich zum Caritas-Pirckheimer-Haus und nahm an einem eigens zum 60. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte durchgeführten Workshop teil, der von der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus in Kooperation mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum und dem Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg organisiert wurde. Unter dem Thema „Die Menschenrechte – in Nürnberg und überall“ beschäftigten sie sich mit den Menschenrechten allgemein und begingen die Straße der Menschenrechte.
Die Klassen 7b, 8c und 10b informierten sich über Städte, in denen der Schutz der Menschenrechte ganz besonders auf der Tagesordnung steht. Im Mittelpunkt stand dann eine Betrachtung des Begriffs „Toleranz“ (10b) sowie der Menschen- und Grundrechte im Hinblick auf ihre Gefährdung bzw. Nicht-Umsetzung in Schule und Gesellschaft. Hiervon ausgehend, gestalteten die drei Klassen Postkarten, die Menschenrechte demonstrieren und die nach dem Projekttag an alle anderen bayerischen UNESCO-Projekt-Schulen versandt wurden, um den Netzwerkgedanken zu stärken und die Menschenrechtsarbeit weiter ausstrahlen zu lassen.
Die Klassen 9a und 9b nahmen an einem Planspiel zum Thema „Asylbewerber“ teil. Aufgeteilt in verschiedene Gruppen, nahmen sie unterschiedliche Rollen ein und diskutierten als Vertreter der Kommune, der Kirchengemeinde, der Bürger oder auch der Presse über die Frage, ob in ihrer Gemeinde noch mehr Asylbewerber aufgenommen werden können und sollen. Einen Einblick in die Arbeit geben die von der Pressegruppe der 9b herausgebrachten Zeitungen. Die Klassen 9a und 9b nahmen an einem Planspiel zum Thema „Asylbewerber“ teil. Aufgeteilt in verschiedene Gruppen, nahmen sie unterschiedliche Rollen ein und diskutierten als Vertreter der Kommune, der Kirchengemeinde, der Bürger oder auch der Presse über die Frage, ob in ihrer Gemeinde noch mehr Asylbewerber aufgenommen werden können und sollen. Einen Einblick in die Arbeit geben die von der Pressegruppe der 9b herausgebrachten Zeitungen.
Auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist ein unveräußerliches Menschenrecht. Aus diesem Grund nahmen die Klassen 9c und 9d an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Die Klasse 10a führte ein Planspiel aus dem Bereich „Umweltschutz“ durch. Ähnlich wie die Klassen 9a und 9b nahmen die Schüler in Gruppen verschiedene Rollen ein und diskutierten über die Vor- und Nachteile von Kohlekraftwerken. Die Klassen 7b, 8c und 10b informierten sich über Städte, in denen der Schutz der Menschenrechte ganz besonders auf der Tagesordnung steht. Im Mittelpunkt stand dann eine Betrachtung des Begriffs „Toleranz“ (10b) sowie der Menschen- und Grundrechte im Hinblick auf ihre Gefährdung bzw. Nicht-Umsetzung in Schule und Gesellschaft. Hiervon ausgehend, gestalteten die drei Klassen Postkarten, die Menschenrechte demonstrieren und die nach dem Projekttag an alle anderen bayerischen UNESCO-Projekt-Schulen versandt wurden, um den Netzwerkgedanken zu stärken und die Menschenrechtsarbeit weiter ausstrahlen zu lassen.
Die Klasse 10c begab sich zum Caritas-Pirckheimer-Haus und nahm am Workshop „McWorld“ zum Thema Globalisierung teil, der von Frau Sandra Ilgner geleitet wurde. Nähere Informationen zur Bildungsarbeit der „werkstatt-weltweit“ findet sich unter www.werkstatt-weltweit.org bzw. www.jesuitenmission.de.
Die Klasse 11a unterstützte die Klasse 5a bei der gemeinsamen Aktion der Nürnberger UNESCO-Projekt-Schulen vor der Lorenzkirche. Hierzu gestalteten die Schüler morgens Plakate, die auf die Menschenrechte hinwiesen, und schnitten Kärtchen aus, auf denen Auszüge aus der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ zu lesen waren. Vor der Lorenzkirche breiteten sie ihre Plakate aus, die dann teilweise tatsächlich von Passanten buchstäblich „mit Füßen getreten“ wurden. Nur die mit Kerzen eigens geschützten Menschenrechtsplakate blieben unversehrt (wenn auch der einsetzende starke Schneefall die Menschenrechtsarbeit nicht leicht machte). Außerdem wurden Menschenrechte mit Megaphonen verlesen, die ausgeschnittenen Kärtchen wurden verteilt, die UNESCO-Hymne wurde gesungen sowie eine Sprechmotette aufgeführt, die den ersten Artikel der Menschenrechtserklärung zum Inhalt hatte.
Die Klassen 11b und 11c erhielten unter der Leitung von Frau Kienberger und Herrn Flachs wertvolle Einblicke in die Flüchtlingsproblematik in Amerika bzw. Afrika. "Flüchtlinge in Afrika und Amerika" in der 11c Die Klasse 11d unterstützte die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 bei deren Aktivitäten. Unter anderem leiteten sie in manchen Klassen das Tütenkleben an, das den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die harten und unmenschlichen Arbeitsbedingungen vieler Kinder weltweit gab.
Vortrag von Prof. Dr. Theo van Boven in der Kollegstufe Anlässlich der Verleihung des Menschenrechtspreises weilte Prof. Dr. Theo van Boven in Nürnberg. Dank der Vermittlung von Dr. Hesselmann vom Nürnberger Menschenrechtsbüro konnte das Hans-Sachs-Gymnasium diesen hochkarätigen Fachmann in seinen Räumen begrüßen. Prof. van Boven hielt vor de Schülerinnen und Schülern der Kollegstufe einen Impulsvortrag zum Thema „Folter und Menschenrechte“ und beantwortete im Anschluss viele Fragen der Kollegiaten. Abschließend sah er sich gemeinsam mit Schulleiter Dr. Müller den Menschenrechtsbaum im Schulhof des HSG an.
Prof. Dr. Theo van Boven ist 1934 geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine juristischen Examen legte er an der Universität von Leiden in den Niederlanden (Master of Law and Doctor of Law) und an der Southern Methodist University in Dallas, USA, ab (Master of Comparative Law). Vier Jahre lang war er UN-Sonderberichterstatter für Fragen der Folter. Er ist Professor für Internationales Recht an der Universität Maastricht. Wichtige Daten: 1970 - 1975 Vertreter der Niederlande in der UN Menschenrechtskommission Ehrungen: 1982 wurde Prof. Dr. van Boven in Straßburg mit dem Louise-Weiss-Preis ausgezeichnet. 1985 erhielt er in Stockholm den Right Livelihood Honorary Award. Der Internationale Dienst für Menschenrechte in Genf verlieh ihm 1996 den Menschenrechtspreis. Außerdem erhielt Prof. van Boven mehrere königlich niederländische Auszeichnungen. 2001 wurde er mit der Clara-Wichman-Medaille geehrt. Veröffentlichungen (Auswahl): International Protection of Religious Liberty (Assen, 1967) (Doktorarbeit) Vortrag über Peru im Grundkurs Spanisch Der Menschenrechtsbaum des HSG
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