Comenius-Projekt
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Endstation des Comenius-Projekts: Glasgow, Scotland

Ende Mai flogen wir, die Comeniusgruppe, nach Glasgow. Wir freuten uns sehr auf die Zeit dort, denn wir hatten bereits in Polen und auch hier in Deutschland viel Spaß mit den Schülern der Schulen aus Schottland und Polen gehabt.

Das Wiedersehen war sehr schön und wir wurden herzlich von unseren Gastfamilien aufgenommen. Schon am zweiten Tag unseres Aufenthalts begannen wir gemeinsam die Stadt zu erkunden. Die Schüler aus Deutschland und Polen lernten viel über Glasgow, seine Geschichte und seiner Kultur und selbst die schottischen Schüler und Lehrer konnten bei einem Besuch beim Bürgermeister und bei der Tour in einem Doppeldecker noch etwas Neues entdecken. Natürlich bildeten wir uns auch in der Kunst weiter: In der Burrell Collection sahen wir einige beeindruckende Originale von französischen Impressionisten, aber auch antike chinesische Kunst. Auch die Landschaft war wunderschön. Bei einer Radtour um die Insel Cumbrae konnten wir gemeinsam die Sicht auf das Meer genießen. Gestartet wurde mit einem Bus von der Schule aus, dann fuhren wir mit ihm auf die Fähre nur um dann, auf der Insel angekommen, auf Fahrräder oder auch Tandems umzusteigen, die manchen Leuten leichte Schwierigkeiten bereiteten. Zurück an der größeren Insel, Großbritannien, genehmigten wir uns eine Runde Fish `n´chips und genossen die Meeresluft.

Das Highlight waren zum einen unser Besuch im Rathaus beim Lord Provost (schottisch für Oberbürgermeister) und der Scottish evening, der den Abschluss des Aufenthaltes bildete. Das Rathaus mit seiner pompösen Innenausstattung des Historismus, beeindruckte uns sehr, ebenso wie der Lord Provost selbst und sein freundlicher Empfang. Am letzten gemeinsamen Abend wurde gesungen, gegessen, getanzt und gelacht. Wir erschienen in Tracht. Man sah Kilts und Dirndl, schottische und deutsche Tänze, wir sangen und forderten unsere Partner in einem Deutschland Quiz. Wir selbst lösten ein Quiz über Polen und repräsentierten Deutschland sehr eindrucksvoll. Der ein oder andere falsche Ton der Frankenhymne wurde sicher nicht bemerkt.

Für die Vertreter der Hutchesons‘ Grammar School, dem I Lyceum und dem Hans-Sachs-Gymnasium, nahm die zweijährige Partnerschaft im Zuge des Comenius-Projekts ein Ende. Trotzdem bedeutet der Abschied in Glasgow nicht das Ende der Freundschaft zwischen den drei Schulen. Schon jetzt werden Besuche bei den neuen Freunden geplant. Der Kulturaustausch und die gemeinsame Arbeit an Projekten hat zu dem geführt wofür das Comenius-Projekt steht: Internationale Beziehungen und Freundschaften innerhalb der europäischen Union.

Anna-Nalou Yao, Q 11

COMENIUS – Was ist das?

COMENIUS ist der schulbezogene Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen, das von 2007 bis 2013 läuft und mit einem Budget von knapp sieben Milliarden Euro ausgestattet ist. Bis zum Ende der Laufzeit des Programms sollen europaweit mindestens 3 Millionen Schüler an gemeinsamen Bildungsaktivitäten innerhalb von COMENIUS-Schulpartnerschaften teilgenommen haben.

Im Rahmen von COMENIUS-Schulpartnerschaften arbeiten die Partner für die Dauer von zwei Jahren zu einem selbst gewählten Thema von gemeinsamem Interesse zusammen und bekommen dafür EU-Fördermittel. Projektbezogene Arbeitstreffen von Lehrern und Schülern bei den ausländischen Partnern sind ein wichtiger Bestandteil der COMENIUS-Arbeit. Nähere Informationen über COMENIUS findet man auf der Website des PAD unter http://www.kmk.org/pad/home.htm.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

COMENIUS-Projekt des Hans-Sachs-Gymnasiums

Das Hans-Sachs-Gymnasium arbeitet bis Juli 2011 mit zwei Partnerschulen an einem COMENIUS-Projekt:

Um den Projektverlauf genauer zu besprechen, trafen sich einige der an COMENIUS beteiligten Lehrkräfte vom 12.-14. November 2009 in Glasgow.

Vom HSG waren dabei: Barbara Fischer, Kerstin Ell und Daniela Wagner

Unser Projekt „Innovation und Kreativität bei der ökologischen Gestaltung von Lebensräumen“ ist sehr vielfältig und kann unter verschiedenen Aspekten bearbeitet werden.

 

Geplante Aktivitäten im Rahmen des COMENIUS-Projektes:

Kurz vor Weihnachten soll jede Klasse am HSG eine Weihnachtskarte an die schottische und an die polnische Schule schicken. Im Austausch bekommen wir Grüße aus Glasgow und Radomsko.

Das nächste COMENIUS-Treffen wird im April 2010 in Polen stattfinden. Dann werden Schülerinnen und Schüler des HSG sowie einige Lehrkräfte nach Polen reisen, um die polnischen und schottischen Projektteilnehmer näher kennen zu lernen. Thematisch werden wir uns mit der Aufforstung von Brachflächen in Polen, sowie die Neugestaltung des Schulgartens der polnischen Schule beschäftigen. Dort wird ein typisch deutscher und ein typisch schottischer Baum mit von den Schülern gestalteter Plakette gepflanzt. Außerdem sind Wanderungen in der Region um Radomsko und der Besuch einer Salzmine geplant.

Aus den Fotos, die die Teilnehmer der verschiedenen Nationalitäten aufnehmen, soll ein Kalender entstehen, der die Sichtweise aller drei Nationalitäten zeigt.

Im Oktober 2010 ist der Besuch unserer Projektpartner in Nürnberg vorgesehen und Mitte 2011 treffen sich alle Teilnehmer zum Abschluss in Glasgow.

 

Thematische Arbeit am HSG:

Die COMENIUS-Gruppe wird ab Anfang 2010 beginnen, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln aufarbeiten:

  • Biologisch (z.B. Renaturalisierung der Pegnitz)  
  • historischen (z.B. Veränderungen im Bleiweißviertel)
  • geographisch (z.B. Stadtplanerischer Umgang mit einem ehemaligen Industriegelände)

Alle Schüler und Lehrkräfte, die gern mitarbeiten möchten sind herzlich eingeladen!

Ansprechpartner am Hans-Sachs-Gymnasium sind: Kerstin Ell, Barbara Fischer, Gerhard Jerabek, Dr. Petrus Müller und Daniela Wagner.

K. Ell

 

Impressionen des Glasgow-Aufenthaltes im November 2009

Die „Hidden Gardens“ in Glasgow: Aus einem alten Industriegelände ist ein wunderschöner Park geworden:

Die COMENIUS-Teammitglieder der verschiedenen Schulen beraten über die Aktivitäten des Projektes:

Die Gastgeber zeigten uns grüne Oasen und einige Sehenswürdigkeiten

 

Comenius-Projekt 2010

Nürnberg gestern - heute - morgen

Das Comenius-Projekt ist ein von der EU finanziertes Projekt, bei dem Schüler und Lehrer von drei Schulen aus unterschiedlichen europäischen Ländern zusammenarbeiten. Wir, das Hans-Sachs, beschäftigen uns zusammen mit der 1 Liceum Ogolnoksztalcace Schule aus Radomsko und der Hutchesons’ Grammar School aus Glasgow mit dem Thema „Innovation and Creativity in Environmental Design“. Nach einem ersten Treffen in Polen im April letzten Jahres sollte ein weiteres in Nürnberg stattfinden.

Am Montag, dem 4. Oktober 2010 war es endlich so weit. Die polnischen und schottischen Austauschpartner kamen zu uns zu Besuch nach Nürnberg. Die Wiedersehensfreude war groß, da bei unserem ersten Treffen von polnischen, schottischen und deutschen Schülern schon viele Freundschaften geschlossen worden waren. In dieser einen Woche hatte sich eine Gruppengemeinschaft entwickelt, wie sie bei einem Schüleraustausch nicht oft zu finden ist.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Hr. Dr. Müller und Frau Wagner, die die Woche organisiert hatte, leiteten wir unser Projekt mit einigen Präsentationen über Nürnberg, Radomsko und Glasgow, die jeweiligen Heimatstädte der Schüler, ein. Wir stellten noch einmal die Ergebnisse unserer gemeinsamen Arbeit in Polen vor, bei der es um die Umwelt ging, sowie die Projekte, die die Gruppen in der Zwischenzeit erarbeitet hatten, um dann mit unserem gemeinsamen neuen Thema „Nürnberg gestern – heute  - morgen“ zu beginnen.

Angesichts der geschichtsträchtigen Vergangenheit unserer Stadt zeigten sich  unsere Gäste sehr interessiert. In den darauf folgenden zwei Tagen machten sie eine Stadtführung und besuchten das Fembohaus sowie das Reichsparteitagsgelände mit dem Doku-Zentrum. Sie diskutierten über den Themenbereich „Nürnberg gestern“ und dokumentierten ihre Ergebnisse, während die deutschen Schüler im Unterricht saßen. Die schottische Gruppe hatte sich sogar mit einer Profikamera ausgerüstet und drehte während  es gesamten Aufenthalts einen Film über unsere Projektarbeit.

Am Donnerstag wandten wir uns dem Thema „Nürnberg heute und morgen“ zu. Ein Mitarbeiter des Amts für Wohnen und Stadtentwicklung führte uns durch die leer stehenden Bauten des Quelle- und AEG- Geländes, das beinahe die Größe eines ganzen Stadtteils besitzt. Unsere Aufgabe bestand darin, uns Nutzungsmöglichkeiten für diese Gebäude zu überlegen, die –was die Sache erschwert- zum Teil unter Denkmalschutz stehen, d.h. man darf sie nicht abreißen.

Am Nachmittag arbeiteten wir unsere Ideen aus, indem wir in gemischten Kleingruppen Pläne erstellten und Modelle bauten. Wir versuchten, die tristen Fassaden künstlerisch zu gestalten und eine sinnvolle Nutzung für das Areal zu finden. Die Vorschläge reichten von der Errichtung eines Funparks, über Museumseinrichtungen, Konzertsaal/ Bühne bis zur Begrünung der Dächer und Freiflächen. Anschließend präsentierten wir unsere Modelle im Plenum. Wir waren auf jeden Fall stolz, einen kleinen Beitrag zu „Nürnberg morgen“ geleistet zu haben.

Am Abend dieses Tages war der offizielle Höhepunkt des Besuchsprogramms, zu dem alle Gastfamilien mit ihren Austauschpartnern sowie der Schulleiter eingeladen waren. Nach einem Buffet in der Mensa führten uns die Gäste in der Turnhalle Volkstänze aus ihrer Heimat vor, die anschließend von Schülern, Lehrern und Eltern gemeinsam mit viel Spaß und meist großem Geschick getanzt wurden. Die Schule aus Glasgow veranstaltete eine Tombola, bei der es schottische Spezialitäten und Süßigkeiten zu gewinnen gab.

Am Freitag, dem letzten gemeinsamen Tag, wurden die Ergebnisse der vergangenen Woche präsentiert und Eindrücke und Meinungen zu unserem Thema, aber auch zu dem Austausch an sich gesammelt. Wir erhielten eine positive Resonanz von unseren Gästen und auch uns hat die Woche sehr gut gefallen. Nicht nur unsere Arbeit war erfolgreich, wir verstanden uns vor allem auf der persönlichen Ebene und haben auch in unserer Freizeit viel zusammen unternommen.

Wir freuen uns schon auf das dritte Treffen, das im Juni nächsten Jahres in Schottland stattfinden wird. Dort wird unsere laufende Comenius Arbeit abgeschlossen, doch aufgrund der positiven Erfahrung werden sich die drei Schulen bestimmt in der Zukunft bei der EU wieder für ein Projekt bewerben.

 Julia Falge, Q11

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